Aktuell darf in unseren Kirchen, die Mund- Nasenbedeckung am Platz abgenommen werden.


 

Am Anfang steht immer ein Traum!

 

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser,

 

bevor ich mit meiner Familie vor neun Jahren in das Pfarrhaus in Ribbesbüttel einzog, war ich Pastor der ev.-luth. Epiphaniasgemeinde in Bremen. Eine lebendige Gemeinde, die eine Besonderheit aufweist: eine Verbundenheit mit dem SV Werder Bremen. Das rührt aus der Tatsache, dass einige Fußballprofis sehr aktive Gemeindeglieder der Epiphaniasgemeinde waren und in Bremen sowieso irgendwie jeder Werder-Fan ist. So wurde mir gleich zu Beginn meiner Zeit dort gesagt, dass es eine Grundvoraussetzung für die Durchführung eines Gottesdienstes am Sonntagmorgen sei, zu wissen, wie Werder am Samstag gespielt hat.

Und was soll ich sagen: Auch mich (und meine Söhne) hat die Werder Leidenschaft gepackt. 

Und dann im vergangenen Sommer: der Abstieg in die 2. Liga. Aus der Traum von der großen Fußballbühne. Doch zugleich wurde ein neuer Traum geboren: Wir steigen wieder auf!

 

Ja, am Anfang steht immer ein Traum. Eine Hoffnung. Das begleitet uns unser ganzes Leben. Besonders in neuen Lebenssituationen. Wir malen uns die Zukunft – oft rosarot:

Als junger Mensch träumt man von einem Freund oder einer Freundin. Für immer zusammen. Für immer liebhaben und geborgen sein. Oder man träumt davon, erfolgreich zu sein. Groß rauszukommen. Vielleicht sogar berühmt zu werden. Auf jeden Fall finanziell abgesichert zu sein. Oder einfach nur glücklich leben zu können. Ohne große Sorgen. Mit Freunden, die da sind. 

 

So oder ähnlich träumen wir uns durchs Leben. Aber sind Träume nicht nur Schäume? Denn sie können ja auch platzen und plötzlich befinden wir uns in der 2. Liga.

 

Nein, Träume sind wichtig. Sie sind eine Art Frühlingswind, der uns lebendig macht und uns den Sommer herbeisehnen lässt. 

Allerdings sind sie nicht zu verwechseln mit dem richtigen Frühling, dem nicht nur der Sommer, sondern auch Herbst und Winter folgen. Sie sind nicht zu verwechseln mit dem echten Leben. 

 

Und das echte Leben schenkt Gott: mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ein Christ ist jemand, der in jeder Jahreszeit des Lebens auf Gott vertraut und an ihm festhält. Auch in der 2. Liga. Auch nach einem Abstieg. Gott ist kein Schönwettergott, der sich nur bei sonnigem Wetter sehen lässt – er ist auch in den Herbststürmen und bei klirrender Kälte an meiner Seite. Ja, er ist sich nicht zu schade, auch in der 2. Liga zu spielen. Allerdings sind sie nicht zu verwechseln mit dem richtigen Frühling, dem nicht nur der Sommer, sondern auch Herbst und Winter folgen. Sie sind nicht zu verwechseln mit dem echten Leben. 

 

Und wenn Jesus mitspielen darf in meinem Leben, dann geht es richtig zur Sache. Er hält mit mir den Stürmen und der Kälte stand und lässt mich den Frühlingswind spüren, lässt mich neu träumen.

 

Für alle Werder-Fans ist der Traum in Erfüllung gegangen: Wir sind wieder aufgestiegen! Und wenn es nicht funktioniert hätte? Dann würden wir voller Leidenschaft weiter in der 2. Liga spielen und nicht aufhören, zu träumen…

 

 

Ich mache Ihnen Mut, auf den besten Trainer zu setzen, den es für Ihr Leben gibt: Jesus. Mit ihm ist jederzeit ein Wiederaufstieg möglich – ganz gewiss, schließlich kenne ich mich als Werder-Fan und Christ!!! damit aus.

 

 

Mit herzlichen Segensgrüßen 

 

Ihr Pastor

Michael Bausmann